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Pflegezusatzversicherung

Auch private Pflegeversicherungen stellen um – worauf Sie achten sollten

Auch private Pflegeversicherungen stellen im Zuge des neuen Pflegestärkungsgesetzes ihre Tarife um – teilweise mit Beitragsanpassungen zwischen 10 und 50 Prozent. Betroffene müssen die Verträge nun genau prüfen.

Das Wichtigste in Kürze:

Viele Versicherungsnehmer privater Pflegezusatzversicherungen sind durch die Neuregelung der Pflegeversicherung verunsichert

Versicherer stellen nun die Verträge um, womit auch Beitragsanpassungen und Änderungen des Versicherungsschutzes einher gehen

Betroffene sollten Ihren eigenen Vertrag und die Umstellung des Versicherers prüfen

Mit Beginn des Jahres 2017 wurde die Pflegeversicherung umgestellt: Pflegestufen wurden auf Pflegegrade umgestellt, und die Pflegebedürftigkeit wird dabei neu bemessen. Von dieser Umstellung sind auch viele private Pflegezusatzversicherungen betroffen. Die Versicherer stellen dabei recht unterschiedlich und mitunter schwer nachvollziehbar um: Beitragsanpassungen von 10, 20 und bis über 50 Prozent sind möglich, und teilweise wurde der Versicherungsschutz in einzelnen Pflegegraden gekürzt. Betroffene können die Umstellung oft nicht nachvollziehen und den neuen Schutz kaum bewerten.

Grundsätzlich haben die Versicherer ein gesetzliches Sonderanpassungsrecht. Dennoch sind sie hierbei nicht völlig frei. Die Belange der Versicherungsnehmer müssen dabei gewahrt bleiben. Die Umstellung wird auch noch vorab von einem unabhängigen Treuhänder juristisch und mathematisch geprüft und ‘abgesegnet’.

Die drei Stellschrauben der Versicherer

Die Umstellung kann nicht willkürlich vorgenommen werden. Die Möglichkeiten sind begrenzt, aber doch weitreichend. So kann der Versicherer die Versicherungsbedingungen – also den Leistungsumfang – ändern, den Beitrag erhöhen oder die Leistungshöhe in den einzelnen Pflegegraden verändern.

Als Versicherungsnehmer sollten Sie also genau hinschauen, an welchen der drei Schrauben und wie stark der eigenen Versicherer gedreht hat und ob der Vertrag auch noch immer zu Ihren Wünschen und Bedürfnissen passt. Unsere Versicherungsberatung kann dabei behilflich sein.

Was Versicherte jetzt tun können

  • Zunächst sollten Sie Ihren Vertrag prüfen und auch die Umstellung genau unter die Lupe nehmen. Passt der Vertrag noch zu Ihrem Bedarf und stimmt auch der Beitrag, führen Sie den Vertrag weiter.
  • Einige Versicherer bieten auch individuelle Umstellungen an, wenn es das Tarifwerk hergibt. So kann beispielsweise in einzelnen Graden die Leistung reduziert und dadurch Beitrag gespart werden. Sprechen Sie Ihren Versicherer auf diese Möglichkeit an.
  • Haben Sie den Vertag noch nicht lange und sind gesund, kommt vielleicht ein neuer Vertrag für Sie in Betracht.
  • Unter Umständen können Sie aber auch innerhalb der Tarifwelt des eigenen Versicherers in einen anderen Tarif wechseln, der eher Ihren Anforderungen entspricht. Das geht häufig auch ohne erneute Gesundheitsprüfung, sollte aber im Einzelfall geprüft und gut überlegt sein. Ohnehin sind Pflegetarife oft nur schwer vergleichbar, da die Leistungen in den verschiedenen Pflegestufen je nach Versicherer unterschiedlich gehandhabt werden. Häufig wird auch noch zwischen ambulanter und stationärer Pflege unterschieden, was Tarifvergleiche zusätzlich erschwert. Fordern Sie bei Ihrem Versicherer unverbindlich Tarifvorschläge an oder lassen Sie sich hierzu beraten.
  • Widersprechen können Sie der Umstellung nicht. Das wäre wohl auch nicht zu empfehlen – denn sonst müssten Sie sich später im Pflegefall selbst um eine Begutachtung kümmern, weil dann nur noch nach dem neuen System begutachtet wird.

Vielen Dank an die Verbraucherzentrale

 

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